Warum sind wir Frauen mit dem Status quo unserer Garderobe eigentlich nie zufrieden

images (1)Oft denkt man sich: “Diese Abendkleider Lang und Brautkleider brauche ich noch, dann ist meine Garderobe komplett.” Dabei weiß man ganz genau, dass das Quatsch ist. Komplettieren ist in diesem Zusammenhang einfach ein Wunschgedanke. Es würde ja bedeuten, dass wir die Aufrüstung unserer Garderobe erfolgreich zu einem Ende gebracht hätten. Haha! “Ich habe genug zum Anziehen” - haben Sie diesen Satz jemals von einer modeinteressierten Frau gehört? Wohl kaum. Aus dieser Beobachtung ergibt sich prompt ein neues Thema, nämlich: Warum haben wir eigentlich nie das Gefühl, genug Kleidung zu haben? Warum kommt immer noch ein Stück und noch ein Stück, das uns zum angeblichen Komplettieren fehlt? Und dann fällt einem kurz darauf wieder irgendetwas ein, das man auch gerne noch hätte - oder anders gesagt “unbedingt braucht”. Viele images (2)denken: Dass man nie genug zum Anziehen hat, sei schlichtweg ein Tick von trendverrückten Frauen, die immer Neues wollen. Wir haben vielmehr immer wieder das Gefühl, nie das richtige Kleid zu haben. Unser Perfektionsdrang führt dazu, dass wir uns ständig mit anderen vergleichen. Dabei geht es uns ein bisschen wie der bösen Stiefmutter aus dem Märchen, die das Spieglein, Spieglein an der Wand fragt: Wer ist die Schönste im ganzen Land? und der Spiegel antwortet ihr: Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier, aber hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen wohnt eine, die ist tausendmal schöner als Ihr . Und schon ist die Unzufriedenheit geweckt. Und wer ist nach Meinung von Prof.

imagesDas sind die unzähligen schicken Frauen auf den Straßen, sowie die Blogger und Stars und Models, die uns überall im Netz. Und natürlich auch die ständig wechselnden Moden, die eine bestimmte Farbe, einen anderen Schnitt, eine neue Abendkleider Länge propagieren. Alles, was bei uns im Schrank hängt, ist plötzlich völlig out, obwohl es vor ein paar Wochen noch der Renner war. Das lässt uns nie zur Ruhe kommen. Bleibt nur die Frage: Warum setzen wir uns diesem Stress überhaupt aus? Hat dieses endlose Komplettieren-Wollen vielleicht auch etwas Positives? Der Wunsch nach neuer Kleidung ist ein Zeichen dafür, dass man am Zeitgeist teilhaben und sich so attraktiv wie möglich präsentieren will. Wäre dieser Trieb, sich zu optimieren, nicht vorhanden, wäre die Welt um viel Schönheit und Abwechslung ärmer Diesen optischen Selbstverwirklichungsdrang könne man sogar im Tierreich beobachten. Auch dort gebe es ein Putz- und Balzverhalten, zumindest zur Paarungszeit. Wie schön, dass wir Menschen, auch ohne auf Partnersuche zu sein, Mode und Schönheit für uns in Anspruch nehmen, einfach um uns gut zu fühlen. Ein neues Kleid bedeutet immer auch die Verwirklichung einer Traumvorstellung von sich selbst. Es verändert die Stimmung, reißt uns aus Seelentiefs - und wenn man dann auch noch ein Kompliment dafür bekommt, war es den Aufwand wert. Herrlich, dass wir uns ab sofort nicht mehr schlecht fühlen müssen, wenn wir wieder mal nichts zum Anziehen finden, obwohl der Schrank aus allen Nähten platzt. Stattdessen haben wir jetzt eine Ausrede, warum wir unbedingt neue Sachen brauchen und shoppen gehen müssen: Wir können gar nicht anders, es ist reine Biologie.